Weihnachten auf Lanzarote

Foto: Bob Foy / Club La Santa

Weihnachten wird in diesem Jahr ganz anders: Anne Haug trainiert auf Lanzarote und grüßt ihre Fans in einem Video

 

Heiliger Abend. Normalerweise bin ich da bei meiner Familie, draußen ist es kalt und es kommt Feiertagsstimmung auf. Aber das ist dieses Jahr ganz anders. Der Wecker klingelt um 6.23 Uhr – das etwas andere Christmas-Spezial kann beginnen. Mit heftigen Bergläufen. Also raus aus den Federn, drei Kilometer Warmlaufen, zehn Minuten Lauf-ABC und dann geht’s richtig los: viermal acht Minuten Berganläufe und dreimal acht Sekunden maximale Frequenz bei einer Technikübung. Dann noch zwei Kilometer auslaufen. Nach insgesamt 20,5 Kilometern in 1:33 Stunden ist die erste Einheit geschafft. Wenigstens ist es wärmer als in Deutschland, bei 25 Grad kann man es schon aushalten.

 

Foto: Bob Foy / Club La Santa

Jetzt versuche ich, beim Frühstück etwas Kraft zu tanken. Es gibt Haferschleim mit viel frischem Obst und zwei hart gekochte Eier. Danach werde ich auf der Massagebank ordentlich durchgeknetet. Wenig später folgt die nächste große Einheit.

Von 11.30 bis 13 Uhr steht das Schwimmen an. Einige Bahnen mit zusammengebundenen Beinen, dann zügig Kraulen, dann kommen nur die Arme zum Einsatz, bevor das Tempo nochmals gesteigert wird. Aber irgendwie habe ich auch diese 5,8 Kilometer im Wasser gut überstanden.

Feierabend ist aber noch nicht: Um 15.30 Uhr geht es aufs Rad, unter anderem muss ich dreimal drei Minuten alles raushauen, was der Akku noch hergibt. Und dann als Zugabe folgt noch ein Sechs-Kilometer-Lauf hinten drauf.

 

 

Fruehstueck

 

Was für geniale Weihnachten. Da ist man doch richtig froh, wenn man nach der Massage um 21 Uhr im Bett liegt und entspannen kann. Ein bisschen familiär wird das Fest der Familie aber doch: Mein Freund Beni ist mit in Lanzarote, zudem esse ich mit Nationalmannschaftskollegin Anja Knapp und meinem Physiotherapeuten Rick zu Abend. Bescherung gibt es aber keine – die folgt dann am nächsten Tag. Fünf Kilometer Schwimmen, danach die Königsetappe mit etwa fünf Stunden Radeln. Dabei gilt es, 2000 Höhenmeter zu überwinden. Aber um besser zu werden, muss man manchmal seine Komfortzone verlassen – ob Weihnachten ist oder nicht.

 

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