Kapstadt – Das Olympia-Ticket ist sicher

Foto: ITU Media/Delly Carr

Endlich ist auch der letzte Schritt zur Olympia-Qualifikation geschafft! Eine Platzierung unter den besten 15 bei einem Rennen der WM-Serie war noch nötig, und das ist mit Rang vier in Kapstadt sicher gelungen.

Dabei hat man wieder mal gesehen, dass bei mir alles steht und fällt mit dem Schwimmen. Wenn ich im Schwimmen den Anschluss halte, dann weiß ich, dass ich ganz vorne dabei sein kann. Diesmal war auf dem Rad schnell eine große Gruppe zusammen, sicher auch weil es ein Sprintwettbewerb war. Als ich in diesem Feld war, wusste ich schon: Die Quali hole ich mir auf jeden Fall, und ich will so weit wie möglich nach vorne! Beim Laufen war das dann schon ziemlich klar, weil wir an der Spitze nur noch zu fünft waren.

Engelchen und Teufelchen im Kopf

Dann gab es aber das typische Problem, wenn Du „nur“ die Top 15 machen musst: Da melden sich im Hinterkopf Engelchen und Teufelchen. Das Teufelchen sagt: „Du hast doch die Quali schon, und das ist doch alles so furchtbar anstrengend!“ Wenn Du dagegen unbedingt aufs Podium musst und eigentlich doch nur der Sieg zählt – das ist anders. Ich weiß natürlich nicht, ob ich Non Stanford tatsächlich hätte schlagen können. Aber in der zweiten Runde habe ich mich so gut gefühlt, dass ich nach vorne gelaufen bin. Da habe ich mir gedacht: Wow, heute geht’s ja voll! Doch dann hat sie mich wieder überholt, und da war schon ein wenig der Stecker gezogen, auch wenn ich mich wirklich bis zum Schluss bemüht habe.

Die Luft war raus

Mein Kopf war so glücklich über die Qualifikation, dass irgendwie die Luft raus war. Vierte zu werden bei dem Rennverlauf, das darf eigentlich nicht passieren. Es ärgert mich im Nachhinein, dass ich mir das habe nehmen lassen. Ich habe abreißen lassen, und da hätte ich noch mehr beißen müssen. Aber „hätte“, „sollte“ – bringt ja nichts!

Das wichtigste war, dass ich jetzt endgültig ganz meiner „Road to Rio“ folgen kann. Kapstadt war noch kein Umweg, denn dieser Start war ohnehin geplant. Ich wollte nur unbedingt nicht auch noch zum folgenden Qualifikationsrennen nach Yokohama müssen. Stattdessen kann ich noch mal einen richtig guten Trainingsblock legen können. Aber erst einmal geht es jetzt nach Hause!

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Protokolliert von Eberhard Spaeth